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zur Personalnot in den Finanzämtern
Spätfolgen der dürren Jahre

Ulrich Thiessen
Ulrich Thiessen © Foto: MMH
Meinung
Ulrich Thiessen / 20.01.2020, 19:32 Uhr - Aktualisiert 20.01.2020, 20:15
Potsdam (MOZ) Sichere Arbeitsplätze und regelmäßige Tarifsteigerungen reichen offenbar nicht, um die offenen Stellen in Brandenburgs Finanzämtern zu besetzen. Es hat wohl etwas mit dem Image der Behörden zu tun, der Schulabgänger davon abhält, diesen Berufsweg einzuschlagen.

Vielleicht auch mit der Furcht vor unzufriedenen Bürgern, die im Besucherverkehr ihrem Frust am Telefon oder im Amt freien Lauf lassen. Letztendlich aber leidet der öffentliche Dienst insgesamt unter den Einsparzwängen vergangener Jahre. Es wurde kein Nachwuchs eingestellt und in vielen Bereichen die verbleibenden Mitarbeiter bis an die Grenzen oder darüber hinaus belastet.

Jetzt, da man das Problem erkannt hat und die einzelnen Ministerien wieder mehr Personal einstellen wollen, konkurrieren Finanzämter mit Polizei und allen anderen Verwaltungsbereichen – und nicht zuletzt mit der Wirtschaft um Auszubildende und Absolventen von Hochschulen. Dass die Behörden in absehbarer Zeit ihre Personalprobleme lösen, ist schwer vorstellbar. Ein Blick in die Schulen zeigt, wie lange ein Umsteuern dauern kann.

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