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zu den steigenden Pendlerzahlen
Probleme ernst nehmen

Autorin Dorothee Torebko
Autorin Dorothee Torebko © Foto: NBR
Meinung
Dorothee Torebko / 06.02.2020, 20:03 Uhr
Berlin (NBR) Sie leiden häufiger an Konzentrationsschwächen und Erschöpfung, ihr Stresspegel kann an den eines Kampfpiloten heranreichen – und sie werden immer mehr: Pendler.

Sechs von zehn Beschäftigten verlassen täglich ihre Gemeinde, um zu ihrem Arbeitgeber und wieder zurück zu fahren. So viele wie noch nie. Deutschland ist Pendlerland. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, die Probleme der Pendler ernst zu nehmen und darauf zu reagieren. Zum Teil geschieht das bereits, aber noch nicht genug.

Die Bundesregierung hat erkannt, wie wichtig das Thema ist, und will dem Pendler das Leben leichter machen. Dazu gehört ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr. Deshalb hat der Bundestag dieser Tage ein milliardenschweres Paket zur Förderung beschlossen. Von dem Geld können Bahnstrecken elektrifiziert und reaktiviert sowie Abstellplätze für Räder an Bahnhöfen gebaut werden. Bis die Mittel abfließen und Projekte angepackt werden, ist jedoch Geduld gefragt.

Nicht nur die Politik, auch die Wirtschaft ist gefordert. Veränderungen fangen bei den Arbeitgebern an. Durch die Pendelei geht den Unternehmen Zeit und damit Geld verloren. Einige Arbeitgeber bieten flexible Zeiten oder die Möglichkeit zur Heimarbeit an. Andere Unternehmen wollen die Gesundheit der Beschäftigten fördern, indem sie die Bahncard 100 oder ein geleastes Rad finanzieren. Dennoch ist das längst nicht bei allen Firmen so: Beschäftigte müssen teilweise darum kämpfen, Heim-Laptops zu bekommen. Und wer in ein Teilzeitmodell wechseln will, kann seine Karriere eigentlich vergessen. Es gilt daher zuallererst, mehr Verständnis für Pendler zu schaffen.

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