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über Strafmaßnahmen im Regionalverkehr
Kleine Nadelstiche

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: Gerrit Freitag/MOZ
Meinung
Andreas Wendt / 10.02.2020, 18:04 Uhr - Aktualisiert 10.02.2020, 18:44
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik. So ist es nun mal im Leben: Und wenn die Kapelle ohne Posaunen und Trompeten aufspielt, wird das Geld gekürzt. Nichts anderes passiert immer wieder bei der Deutschen Bahn.

Das Land bestellt über den Verkehrsverbund Leistungen. Werden diese nicht erbracht, bestrafen die Länder Brandenburg und Berlin die DB oder ihre Mitbewerber, indem sie empfindliche Summen einbehalten.

Das war schon bei der S-Bahn-Krise in Berlin vor gut zehn Jahren so, und das setzt sich heute fort, wenn die Bahn Züge ausfallen oder mit weniger Waggons fahren lässt, weil sie noch defekt in irgendeiner Werkstatt auf ihre Reparatur warten. Allein deshalb hat das Land Brandenburg im Oktober und November vergangenen Jahres über 300 000 Euro nicht aufs Konto der Deutschen Bahn überwiesen. Der Konzern wird dadurch nicht zugrunde gehen, aber es sind kleine Nadelstiche, die auch schlecht für das Image sind. Bei der nächsten Ausschreibung könnte dadurch der Zug für die Bahn vorzeitig abgefahren sein.

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