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zur Kandidatur von Dietmar Woidke
Erst einmal kein Gerangel

Ulrich Thiessen
Ulrich Thiessen © Foto: MMH
Meinung
Ulrich Thiessen / 11.02.2020, 19:04 Uhr - Aktualisiert 11.02.2020, 19:12
Potsdam (MOZ) SPD-Chef Dietmar Woidke will keine Missverständnisse aufkommen lassen. Mehr als ein halbes Jahr vor dem nächsten Wahlparteitag im November machte er am Montag im Landesvorstand seiner Partei klar, dass er erneut für den Vorsitz kandidieren will.

Nach dem Wahlsieg im September (auch wenn seine Partei Federn lassen musste) und der schnellen Regierungsbildung sitzt der Lausitzer fest im Sattel. Mit seinen jetzt angemeldeten Ansprüchen auf weitere zwei Jahre als Parteichef sorgt er erst einmal für Stabilität im Landesverband. Angesichts der Wirren in Thüringen und auf Bundesebene darf man das nicht gering achten.

Auch wenn sich einige Sozialdemokraten für eine Zeit nach Woidke warm zu laufen scheinen, noch hat keiner von ihnen solche Leistungen vorzuweisen, dass er als natürlicher Nachfolger da stünde und Anspruch auf einen Wachwechsel erheben könnte. Mit Woidkes früher Kandidatur hat sich wohl auch eine Debatte über eine Doppelspitze in der brandenburgischen SPD erledigt. Eine solche gibt es auf Bundesebene und seit Kurzem auch im Unterbezirk Havelland. Vielleicht ist es vernünftig, auf beiden Ebenen erst einmal Erfahrungen mit dieser Art der Parteiführung zu sammeln, bevor man die Doppelspitze zum Dogma erhebt.

Mehr dazu lesen Sie hier: Woidke kandidiert wieder als SPD-Landeschef

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