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zu Flughäfen ohne Passagiere
Unwahrscheinlich, dass der Flughafen Tegel vom Netz geht

Autor Ulrich Thiessen
Autor Ulrich Thiessen © Foto: MMH
Meinung
Ulrich Thiessen / 24.03.2020, 18:45 Uhr - Aktualisiert 25.03.2020, 07:19
Berlin (MOZ) Es gab Volksinitiativen und Volksbegehren, um den Flugbetrieb in Tegel dauerhaft zu sichern.

Da wurde mit den emotionalen Bindungen und den Erfordernissen in Krisenzeiten argumentiert. Und jetzt in einer Krisenzeit kommt ein winziger Virus und trocknet den heiß geliebten und gleichermaßen gescholtenen Flughafen in kürzester Zeit aus. Fehlt nur noch der formale Akt und Tegel ist sogar vorzeitig vom Netz gegangen.

Ob das so kommt, ist fraglich. Totgeglaubte leben länger. Und ob die Politik wirklich die aktuelle Situation nutzt und weit vor der BER-Eröffnung Fakten schafft, ist mehr als fraglich. Gerade weil die BER-Eröffnung fraglich ist und kein Politiker das Risiko übernimmt, alles auf diese unsichere Karte zu setzen.Warum also das ganze dramatische Szenario? Weil die Flughafengesellschaft dringend Zuschüsse von der öffentlichen Hand braucht, schon vor der Corona-Krise und jetzt natürlich erst recht. Außerdem werden 800 Millionen Euro gefordert, um die Rechnungen für die Fertigstellung des BER zu zahlen. Alles in allem wird die Flughafengesellschaft wohl eine Milliarde Euro von den drei Gesellschaftern einfordern, so viel wie der Rettungsschirm für die ganze brandenburgische Wirtschaft. Da kann eine Ablenkung schon gelegen kommen.

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