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zu den Regeln für die Gastronomie
Bitte mehr Spielraum!

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Mathias Hausding / 21.05.2020, 19:21 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Welch einen Unterschied ein kurzer Halbsatz machen kann. Für die Gastronomie in Berlin gilt, dass zu "haushaltsfremden" Personen ein Mindestabstand von anderthalb Metern gehalten werden muss, "soweit die Umstände dies zulassen". Diese Formulierung bietet viel Spielraum. Bummelt man abends durch den Prenzlauer Berg, sieht man auf den Terrassen von Kneipen und Restaurants ein Leben nahe der Normalität. Mit Abstand zwischen den Tischen, aber Menschen aus verschiedenen Haushalten ohne größeren Abstand an einer Tafel.

In Brandenburg fehlt dieser ominöse Halbsatz, deshalb dürfen offiziell nur Personen aus einem Haushalt an einen Tisch. Es sei denn, er ist mindestens anderthalb Meter breit, was aber die Ausnahme sein dürfte. Es gibt also in Brandenburg auf dem Papier einen gewaltigen Unterschied zu Berlin, der Gastronomen und Gästen das Leben schwer macht.

Man darf zwar hier und da in der Mark erfreut registrieren, dass die strengere Regel in der Praxis offensichtlich ignoriert wird. Ärgerlich und schlecht für die ohnehin am Boden liegende Branche ist die Auflage aber trotzdem, weil sie etliche Gäste verprellt und mancherorts Betriebe dazu zwingt, Besucher abzuweisen.

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