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zur Finanzierung der Krankenhäuser
Aktiv mitgestalten

Jacqueline Westermann
Jacqueline Westermann © Foto: MOZ
Meinung
Jacqueline Westermann / 28.07.2020, 18:23 Uhr - Aktualisiert 29.07.2020, 07:13
Potsdam (MOZ) Ein Teufelskreis: Krankenhäuser sollen wirtschaftlich bleiben, also Kosten senken. Das hat zwei Folgen: Personal wird eingespart, was die Arbeitsdichte für das ohnehin schon unterbesetzte Pflegepersonal erhöht. Langfristig folgt eine schlechtere Versorgungsqualität. Zum anderen wirken sich geringere Ausgaben im kommenden Jahr auf die Bestimmung des Landesbasisfallwertes aus.

Seit 2003 bestimmt dieser die Vergütung von Krankenhausleistungen in jedem Bundesland. Der Wert wird jedes Jahr  neu verhandelt. Geringere Ausgaben in einem Krankenhaus resultieren in einer sinkenden Landespauschale, sodass die Häuser weniger Geld erhalten – und weiter Kosten senken müssen.

Die Forderung von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher nach einer Reform erscheint einleuchtend. Denn die Pauschale wird pro Fall und unabhängig von real entstandenen Kosten vergütet. Und wer will schon, dass ein Krankenhaus womöglich aufgrund von "gewinnbringenden" Behandlungen selektiert?

Die Ministerin als erfahrene Klinikärztin hätte nun die Chance, Reformen nicht nur zu fordern, sondern sich aktiv einzubringen. Sei es eine Rückkehr zur Finanzierung basierend auf Behandlung und realen Kosten oder die Anregung eines ganz neues Systems.

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