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zum Ausbau des schnellen Internets
Schluss mit den Ausreden

Mathias Puddig
Mathias Puddig © Foto: Thomas Koehler/ photothek.net
Meinung
Mathias Puddig / 28.07.2020, 19:25 Uhr - Aktualisiert 28.07.2020, 19:35
Berlin (MOZ) Klickt man sich durch den Breitbandatlas der Bundesregierung, dann reist man durch ein Dokument des Scheiterns. Klar, die großen Städte sind ganz gut ans Gigabit-Netz angeschlossen, doch schon wenige Kilometer draußen auf dem Land wird es sehr schnell sehr düster.

Zwar definiert der Bund jene Gegenden als "Weiße Flecken", in denen nicht einmal eine Internetgeschwindigkeit von 30 Megabit erreicht werden kann – und dann sieht die Karte noch ganz gut aus. Dieses kümmerliche Tempo reicht allerdings längst nicht mehr, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Öffentliche Einrichtungen und Unternehmen brauchen deutlich mehr.

Die Zeit der Ausreden muss deshalb vorbei sein. Jetzt müssen die Brecheisen eingesetzt werden, um Deutschland in die digitale Gegenwart zu holen. Der Netzausbau muss also klar priorisiert werden, indem etwa bürokratische Hindernisse abgebaut werden.

Zudem braucht es einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf einen Breitband-Anschluss – auch für Privathaushalte. Das klingt radikal, ist es aber gar nicht. Bei der Versorgung mit Elektrizität und Wasser würde sich ja auch keiner mehr auf Kompromisse einlassen.

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