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Deutsche Touristen sitzen in Ägypten fest

Sie verlassen Ägypten: Touristen versuchen, der unruhigen Lage zu entfliehen. Einfach ist das nicht.
Sie verlassen Ägypten: Touristen versuchen, der unruhigen Lage zu entfliehen. Einfach ist das nicht. © Foto: AP
MOZ-Redakteurin Anke Beißer und DPA-Korrespondent Steffen Armbruster / 31.01.2011, 17:56 Uhr - Aktualisiert 31.01.2011, 22:35
Luxor (In House) Viele der deutschen Touristen hatten sich nach der Niederschlagung der Demonstrationen bei der deutschen Botschaft in Kairo gemeldet. Von dort gab es die Auskunft: Luxor-Reisende werden vorerst nicht außer Landes gebracht, es gebe andere Prioritäten. Auch vom Auswärtigen Amt in Berlin erfuhren die Deutschen wenig Unterstützung. Reiseveranstalter wiederum lassen mitteilen, die Flüge an sich seien nicht das Problem, wegen der abgeschalteten Internet-Verbindungen könnten aber keine Tickets übermittelt werden.

Eine Gruppe von Inline-Skatern, die am Freitag am Ägypten-Marathon in Luxor teilgenommen hatte, ist am Sonntagabend zwar nach Kairo geflogen, hängt dort aber am Flughafen fest. Petra Ebel, Mitglied der Sportgruppe aus Frankfurt/Main, berichtet von chaotischen Zuständen dort. Medienberichte von einer sich entspannenden Situation seien schlichtweg falsch. Auch die Skater hatten Freunde in Deutschland mobilisiert in der Hoffnung, Unterstützung bei der Suche nach einem Rückflug zu erhalten.

Es gebe Menschen, die schon seit drei Tagen auf dem Cairo International Airport ausharren. An den Ticketschaltern sei es zu Schlägereien gekommen. Ihre Gruppe fühlt sich vom Auswärtigen Amt im Stich gelassen. „Wir sind unheimlich sauer“, sagt Petra Ebel. Eine Gruppe deutscher Journalisten versuchte am Montag Nachmittag, mit dem Bus von Luxor durch die Wüste zum Küstenort Hurghada zu gelangen, um von dort ausfliegen zu können – mit offenem Ausgang.

Derweil setzte die Lufthansa auch zum Wochenbeginn weitere Maschinen ein, um Urlauber, Mitarbeiter deutscher Firmen und Unternehmer aus der Krisenregion um Kairo zurückzuholen. Die ägyptische Armee rückte inzwischen auch in Badeorte wie Scharm el Scheich vor. Tausende Urlauber sonnen sich noch an den Stränden der Touristenhochburgen am Roten Meer, auch in dem bei Deutschen beliebten Hurghada, wohin auch die deutschen Journalisten gereist waren. Auch dort macht sich inzwischen bei vielen Sorge breit.

Etliche Touristen, die Nilkreuzfahrten gebucht haben, wurden von ihren Reiseveranstaltern per Bus aus der Krisenregion herausgeschleust und in die Badeorte gebracht. Noch ist aber nicht klar, wann die Flüge sie von dort aus wieder nach Deutschland bringen werden.

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leser 01.02.2011 - 11:36:37

unglaublich dumme touristen

die touristen dürften keine hilfe bekommen. seit wochen wird über die zustände berichtet und gewarnt,aber dennoch gibt es besserwisser die diese länder bereisen und am ende jammern und nach hilfe rufen. unglaublich. für alle diese kosten solten sie selbst zur kasse gebeten werden.

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