Bei einem Parteitag am Samstag wählten 87,6 Prozent der Delegierten den 47-jährigen Politiker auf Platz eins der Landesliste. Es gab 113 Ja-Stimmen bei 14 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.
„Franzi hast du schon mal geschlagen“, kommentierte die Parteivorsitzende Katina Schubert das Ergebnis mit Blick auf die SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey, die am Samstag beim Parteitag der SPD auf 85,7 Prozent gekommen war.
Lederer hat mehrfach dafür plädiert, die rot-rot-grüne Koalition nach der Wahl am 26. September fortzusetzen. Zum Auftakt des Parteitags am Freitag warb er dafür, die Berliner bei Klimaschutz und Verkehrswende mitzunehmen und dabei eher auf Überzeugung als auf Zwangsmaßnahmen zu setzen.

Hohe Sympathiewerte für Lederer

Der Linke-Politiker und promovierte Jurist, der die Partei schon 2016 in den Wahlkampf geführt hatte, war im Dezember vom Landesvorstand der Partei als Spitzenkandidat nominiert worden. Lederer zählt zu den erfahrensten und bekanntesten Politikern der Partei und kommt bei Umfragen regelmäßig auf hohe Sympathiewerte.
Der gebürtige Schweriner zog schon 2003 mit 29 Jahren ins Abgeordnetenhaus ein, dem er bis 2017 angehörte. Von 2005 bis 2016 war er Landesvorsitzender seiner Partei, die zunächst noch PDS hieß. Die Linke war aus der Abgeordnetenhauswahl 2016 als drittstärkste Partei hinter SPD, CDU und knapp vor den Grünen hervorgegangen.