Schon kurz nach der Tat vor elf Jahren hatte die Polizei eine unbekannte Frau in Verdacht, die von Zeugen am Tatort gesehen wurde und sich unter einem Vorwand Zutritt zum Haus verschafft haben soll. Vor Ort fanden sich sogar geeignete Spuren, durch die die Unbekannte identifiziert werden könnte. Doch die verdächtige, von Zeugen auf 40 bis 50 Jahre geschätzte Frau konnte nicht ermittelt werden. Auch nicht durch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst", in der die Kriminalisten ein Jahr später um Hilfe baten. Erfolglos.
Da Schmuck aus der Wohnung fehlte, ist die Polizei lange Zeit von einem Raubmord ausgegangen. Jetzt geht sie neuen Hinweisen nach. Dazu zählt vor allem der damals beabsichtigte Umzug des alleinstehenden Opfers in eine Doppelhaushälfte nach Halberstadt in Sachsen-Anhalt. "Zu diesem Umzug kam es aufgrund der Tat jedoch nicht mehr", sagt ein Polizeisprecher. Die Kripo hält es durchaus für wahrscheinlich, dass die Verdächtige Verbindungen in den Stadtteil Gartenstadt in Halberstadt hat, dorthin, wo Elisabeth Dürr eine Doppelhaushälfte beziehen wollte.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat dienen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt - auf Wunsch auch vertraulich - die 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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