Rund 500 Mitarbeiter der Krankenhäuser zogen am Vormittag vom Roten Rathaus in Richtung Pariser Platz, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik sagte. Die Demonstration stand unter dem Motto „Klatschen war gestern, heute ist Zahltag“. Verdi will mit den Warnstreiks Druck im aktuellen Tarifkonflikt machen.
Aus Anlass der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwochnachmittag hat die Gewerkschaft außerdem zu einer Kundgebung am Tagungsort am Kurfürstendamm aufgerufen. Dabei sollten nach Verdi-Angaben vom Freitag mehrere hundert Beschäftigte aus der Kranken- und Altenpflege zusammenkommen. Mehr als 12.000 haben außerdem an einer Foto-Petition teilgenommen.
Verdi fordert unter anderem, die Personalausstattung der Kliniken am Bedarf der Patienten zu orientieren und die Krankenhausfinanzierung über Fallpauschalen zu ändern. Die Forderungen sollten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), übergeben werden.
Der Warnstreik hatte am Dienstagmorgen begonnen. Die Versorgung der Patienten könne auch am zweiten Streiktag jederzeit sichergestellt werden, sagte eine Vivantes-Sprecherin am Mittwoch. Vivantes kritisierte die Warnstreiks indes als falschen Weg angesichts der angespannten Pandemie-Situation.
Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst waren zuvor ins Stocken geraten. Verdi fordert unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche.