Insgesamt waren 209.856 Männer und Frauen im März arbeitslos gemeldet. Das waren 55.607 mehr als im März 2020, wie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte (Stichtag 11. März). Zwar sank die Arbeitslosenquote verglichen mit Februar leicht auf 10,5 Prozent. Sie liegt damit aber 2,6 Prozentpunkte höher als im März 2020.

Kurzarbeit wird stark genutzt

Die Kurzarbeit hat bislang verhindert, dass noch mehr Menschen ihre Arbeit verlieren. Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen waren im Dezember gut 121.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Im März zeigten jedoch weniger Firmen als zuvor Kurzarbeit an. „Vor allem ihre massive Nutzung hat Firmen entlastet und Betroffene sozial abgefedert“, sagte die Berlin-Brandenburger Agenturleiterin Ramona Schröder.
„Wir müssen davon ausgehen, dass die schwierige Situation vorerst anhält und erst im Laufe des Jahres eine Entspannung möglich sein wird.“ Harte Belastungen gebe es weiter im Gastgewerbe, Einzelhandel, Tourismus und in vielen Dienstleistungsbereichen. Nach den Daten nimmt auch die Langzeitarbeitslosigkeit zu, also die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr ohne Stelle sind.
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