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VBB-Analyse spricht von hoher Zuverlässigkeit / Hochwasser beeinträchtigt Regionalverkehr

S-Bahn kehrt langsam zur Normalität zurück

© Foto: Sergej Scheibe
Andreas Wendt / 02.08.2013, 21:03 Uhr
Berlin (MOZ) Die S-Bahn hat nach Einschätzung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) die Krise hinter sich gelassen und fährt zur Normalität zurück.

In der aktuellen Qualitätsanalyse des von den beiden Bundesländern finanzierten Verbandes wird der Zuverlässigkeitswert der Bahn-Tochter im Juni dieses Jahres mit 97,5 Prozent beziffert - das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vormonat, den der VBB jedoch vor allem darauf zurückführt, dass mit der Wiedereinführung der S-Bahn-Linie S85 (Waidmannslust - Grünau) mehr Leistung erbracht wird.

Bei der Pünktlichkeit hat die S-Bahn der VBB-Analyse zufolge weiterhin Reserven. Der schwächelnde Wert von 94,7 Prozent sei vor allem auf Fahrzeug- und Infrastrukturstörungen, Unwetterschäden sowie Polizei- und Notarzteinsätze zurückzuführen. So kam es am 19. Juni zu einem Kabelbrand zwischen Ostbahnhof und Jannowitzbrücke sowie einen Tag darauf zu einer Signalstörung im Bahnhof Friedrichstraße. Zugleich stürzten bei Unwetter mehrere Bäume in Köpenick, Oberspree und Zehlendorf auf die Gleisanlagen und behinderten den Zugverkehr.

Trotz der generellen Verbesserungen wird seitens des VBB bemängelt, dass die S-Bahn nach wie vor "nicht das volle, von den Ländern bestellte Verkehrsangebot" erbringt. Statt laut Vertrag festgeschriebener 562 Viertelzüge seien durchschnittlich nur 522 Fahrzeuge im Einsatz.

Im Regionalverkehr wirkte sich insbesondere das Hochwasser an der Elbe negativ auf die Statistik aus. Im Juni hätten nur 82,7 Prozent der Fahrten im Regionalverkehr pünktlich ihr Ziel erreicht, heißt es in der Analyse des Verkehrsverbundes. Massive Verschlechterungen seien vor allem auf den Linien RE 1, RE 5 und RE 7 aufgetreten. Durch Überschwemmungen zwischen Stendal und Rathenow wurde seit 3. Juni ein Teil der Fernverkehrszüge umgeleitet. Auch im Raum Magdeburg, wo der RE 1 verkehrt, gab es hochwasserbedingte Einschränkungen, die seitdem auf der Stadtbahn sowie im Raum Potsdam zu Konflikten bei der Zugfolge führen, aus der sich Verspätungen ansammeln und übertragen. Hinzu kamen wie bei der S-Bahn Störungen, die auf Unwetterfolgen wie umgestürzte Bäume zurückzuführen waren.

Von Verspätungen betroffen waren laut VBB auch die Linien RE 2, RB 12, RB 20 und RB 22. Als verspätet gilt nach VBB-Definition ein Zug, wenn er fünf Minuten seiner Zeit hinterher fährt. Die Pünktlichkeit im Regionalverkehr basiert auf Daten, die an 63 Messpunkten erhoben werden. Bei der S-Bahn wiederum gilt ein Zug als unpünktlich, wenn er vier Minuten zu spät ist.

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