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Berlin baut freiwillige Flüchtlingshilfe aus

17.08.2015, 15:44 Uhr
Berlin (DPA) Ob als Dolmetscher oder Begleiter für Behördengänge - Freiwillige, die sich in Berlin für Flüchtlinge engagieren wollen, haben jetzt eine neue Anlaufstelle. Die Stiftung "Gute-Tat.de" nimmt im Auftrag des Senats am Telefon und im Internet Hilfsangebote entgegen. Sie berät die Freiwilligen, wo gerade helfende Hände gesucht werden. "Die Hilfsbereitschaft ist enorm, aber sie muss organisiert sein", sagte "Gute-Tat.de"-Gründer Jürgen Grenz am Montag.

Die Hotline ist Teil des neuen Senatskonzeptes zur Flüchtlingshilfe. In den vergangenen Wochen hatten sich Freiwillige bei der Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAA) im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Moabit engagiert. Dabei hatten sie kritisiert, dass sie nicht ausreichend bei ihrem Engagement unterstützt und zum Teil sogar behindert würden.

Seit Einrichtung der Telefon-Hotline am vergangenen Dienstag melden sich nach Angaben der Stiftung täglich rund 60 Freiwillige. Sie bieten etwa Hilfe als Dolmetscher an, wollen Kleider spenden oder mit den Flüchtlingen Fußball spielen. Zwei Mitarbeiter nehmen die Anrufe entgegen und sagen, welche Organisationen oder Initiativen aktuell die angebotene Hilfe brauchen.

Bisher sei es oft schwierig gewesen, die Ehrenamtlichen sinnvoll einzusetzen, da es keinen Überblick über den Bedarf gegeben habe, sagte Grenz.

Der evangelische Landesbischof Markus Dröge ist Schirmherr von "Gute-Tat.de". Seit 2000 vermittelt die Stiftung ehrenamtliches Engagement in vielen Bereichen. In ihrer Datenbank seien 10 000 Freiwillige registriert. "Gute-Tat.de" informiert sie regelmäßig über Projekte, die noch Helfer suchen. Auch kurzfristiges Engagement ist möglich: Bei der "Gute-Tat.de"-Initiative "Heute ein Engel" lesen Helfer etwa im Seniorenheim vor oder engagieren sich am Wochenende.

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