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56. Jahrestag des Mauerbaus - Gedenken an Opfer

Die «Gedenkstätte Berliner Mauer» an der Bernauer Straße in Berlin.
Die «Gedenkstätte Berliner Mauer» an der Bernauer Straße in Berlin. © Foto: dpa
dpa / 12.08.2017, 20:22 Uhr - Aktualisiert 13.08.2017, 16:10
Berlin (dpa) 56 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer haben Politiker der Opfer an der früheren Grenzanlage gedacht. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD), und in Vertretung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) legten an der zentralen Gedenkstätte an der Bernauer Straße Blumenkränze nieder.

Zuvor hatten sie in der Kapelle der Versöhnung an einer Andacht mit Zeitzeugen und Angehörigen von Opfern teilgenommen. In einer Rede forderte die stellvertretende Direktorin der Stiftung Berliner Mauer, Maria Nooke, dabei die anwesenden Politiker auf, sich auch jenseits des Wahlkampfs für die Belange der Opfer des SED-Regimes einzusetzen.

Grütters hatte die Mauer in einer Mitteilung zuvor als "weltbekanntes Symbol der Gnadenlosigkeit des SED-Regimes" bezeichnet. "Der Opfer von Mauer, Teilung und staatlicher Repression zu gedenken, ist und bleibt elementarer Bestandteil und unserer gesamtstaatlichen Erinnerungskultur."

Müller hatte am Freitag das Gedenken an die Mauer angemahnt. "Die Teilung, der mit ihr verbundene Schmerz und das Leid vieler Menschen sind Teil unserer Geschichte, der niemals in Vergessenheit geraten darf", sagte der SPD-Politiker laut Mitteilung. Der 13. August 1961, der Tag des Mauerbaus, sei einer der schwarzen Tage in der Geschichte Berlins und Deutschlands, so Müller. "Mit der brutalen Spaltung der Stadt wurden Familien und Freundschaften auseinander gerissen."

Wiegand, Lederer und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Florian Graf, legten am Nachmittag auch bei einer Veranstaltung am Gedenkort Peter Fechter Blumen nieder. Fechter war am 17. August 1962 bei einem Fluchtversuch von DDR-Grenzsoldaten erschossen worden. Auch in Brandenburg erinnerten Politiker an den Baubeginn vor 56 Jahren. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnete den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 als "Datum des Unrechts".

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Berliner Mauer mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime, insgesamt kamen an der deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen aus Ost und West um Leben.

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Paul Müller 14.08.2017 - 01:37:17

Wie Harald, welche Lehren ? Möchte die Linke wieder Selbstschussanlagen errichten ? :) ...

... damit die Häuptlinge der Politkaste noch ein paar Indianer zum regieren haben ?! Die Mauer wurde ja nicht ohne Grund errichtet: 1.) Fachkräfte daran hindern aus dem gelobten Sozialparadies zu fliehen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flucht_aus_der_Sowjetischen_Besatzungszone_und_der_DDR und 2.) Das Einsickern von Geheimdiensten und sowas zu verhindern (siehe http://m.spiegel.de/einestages/a-1106077.html ;) Also eine gänzlich andere Motivationslage wie z.B.illegale Migration zu verhindern :) Du meinst ja sicherlich die AFD und den durch Qualitätsmedien konstruierten "Schiessbefehl" - welcher lediglich ein Zitat der aktuellen Gesetzeslage war: ultima Ratio, im Falle eines Angriffs auf Grenzbeamte ... sorry Harald: https://www.gutefrage.net/frage/wieso-gibt-es-gesetze

Harald Meier 13.08.2017 - 23:51:59

Keine Lehren aus der Geschichte gezogen!

56 Jahre nach dem Mauerbau sieht eine Partei in einem solch menschenverachtenden Bauwerk wieder einen Problemlöser. Traurig wenn man aus der Geschichte nichts gelernt hat.

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