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Verdächtiger gefasst
Nach Bombenalarm am Ostbahnhof

Polizisten sperren den Ostbahnhof in Berlin ab. Der Berliner Ostbahnhof wurde wegen eines verdächtigen Gepäckstückes gesperrt. Das Gepäckstück hat sich als ungefährlich herausgestellt.
Polizisten sperren den Ostbahnhof in Berlin ab. Der Berliner Ostbahnhof wurde wegen eines verdächtigen Gepäckstückes gesperrt. Das Gepäckstück hat sich als ungefährlich herausgestellt. © Foto: dpa/Janne Kieselbach
dpa / 22.02.2018, 13:29 Uhr - Aktualisiert 22.02.2018, 13:46
Berlin (dpa) Die Polizei verdächtigt einen 17-Jährigen, eine Sporttasche in einem Bahnhof abgestellt zu haben - mit Absicht. Er wollte offenbar einen Polizeieinsatz provozieren.

Nach dem großen Polizeieinsatz am Berliner Ostbahnhof wegen einer verdächtigen Tasche ist ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Beamte hätten den 17-Jährigen auf Bildern von Überwachungskameras erkannt, teilte die Bundespolizeidirektion Berlin am Donnerstag mit. Noch am Mittwochabend sei der Jugendliche festgenommen worden, als er zu seiner Wohnung zurückkehrte. Im Anschluss wurde er den Angaben zufolge im Beisein seiner Mutter befragt. Die Berliner Polizei habe den Verdächtigen später am Abend freigelassen. Wie ein Sprecher betonte, geht die Polizei aber weiter davon aus, dass es sich um den Täter handelt.

Laut Polizei hatte der Verdächtige seine bevorstehende Tat einem Zeugen am Vortag angekündigt. Der Jugendliche ist den Behörden wegen einer anderen Straftat von Anfang Februar bekannt.

Nun steht er im Verdacht, am Mittwoch gegen 11 Uhr absichtlich eine Sporttasche am Gleis 1 des Berliner Ostbahnhofs abgestellt zu haben, um einen Polizeieinsatz auszulösen. Nach Entdecken der Tasche war der Bahnhof abgesperrt worden. Regional- und Fernverkehr wurden unterbrochen, auch S-Bahnen hielten nicht mehr. Um 13.40 Uhr gab es Entwarnung von der Bundespolizei.

Wie sich später herausstellte, war der Inhalt der Tasche ungefährlich. Es habe sich um verschiedene Packungen von handelsüblichem Pflanzendünger sowie Waschmittel gehandelt, hieß es von der Polizei. Gegen den Jugendlichen wird wegen des „Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten“ ermittelt. Eine Wohnungsdurchsuchung ist geplant. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft.

Der Jugendliche sei in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Bei einer eventuellen Verurteilung würden die besonderen Lebensumstände des Verdächtigen mit einbezogen. 17-Jährige besäßen oft nicht die erforderliche geistige Reife, um ihre Taten richtig einschätzen zu können, so der Sprecher.

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