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Am Alexanderplatz
CDU würde Haus der Statistik abreißen

Ein Rundgang in der Ruine des Haus der Statistik. Der Komplex nahe des Alexanderplatzes soll saniert werden. Später soll ein Teil des Rathauses Mitte einziehen.
Ein Rundgang in der Ruine des Haus der Statistik. Der Komplex nahe des Alexanderplatzes soll saniert werden. Später soll ein Teil des Rathauses Mitte einziehen. © Foto: Maria Neuendorff
dpa / 27.09.2018, 16:36 Uhr
Berlin (dpa) Das Haus der Statistik in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes steht seit Jahren leer. Die CDU-Fraktion würde das Gebäude lieber aufgeben als sanieren. „Allein der Abriss dieses monumentalen Betonklotzes“ könne den Weg zu einem lebendigen urbanen Stadtquartier am Alexanderplatz eröffnen, forderte die Oppositionspartei am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Der Komplex aus den späten 1960ern ist marode. Für die Sanierung ist die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) zuständig. Das Bezirksamt Mitte soll dort einziehen, auch Raum für Wohnen und soziokulturelle Angebote ist geplant. Die Fassade soll in enger Anlehnung an das Original aus DDR-Zeiten rekonstruiert werden.

Die CDU fordert, zu alten Plänen zurückzukehren und den Komplex durch mehrere Baublöcke zu ersetzen. In der Begründung des Antrags heißt es: Keine Fassade der Welt sei geeignet, der „abweisenden Gesichtslosigkeit des Bauwerks“ auch nur einen Hauch von neuem „Charme“ abzutrotzen, wie es die BIM angekündigt habe.

Die Linken-Abgeordnete Katalin Gennburg kritisierte, der CDU-Antrag sei an „Dreistigkeit und Geschichtsvergessenheit“ fast nicht zu überbieten. Die CDU habe den Denkmalwert der 1960er-Jahre offenbar nicht erkannt. Auch der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto nannte den Antrag Quatsch, das Gebäude könne man noch sinnvoll nutzen.

Stefan Förster von der FDP warf der CDU vor, während ihrer Regierungsbeteiligung nichts unternommen zu haben. Jetzt eine jahrelange Debatte aufzumachen, sei kalter Kaffee. Es gehe auch nicht darum, ob ein Haus schön oder hässlich sei, sondern um den Nutzen des Gebäudes. Man könne nicht aufgrund ästhetischer Erwägungen mit der „Planierraupe einmal über die Stadt“ fahren.

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