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Das wachsende Problem der Wohnungslosigkeit sei sozialer Sprengstoff

Kältehilfe
Verbände fordern Masterplan für Wohnungslose

Viola Schröder (v.l.), Leiterin der Notunterkunft für wohnungslose Familien, Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales und Merle Mangels, Sozialarbeiterin und stellv. Leiterin der Unterkunft, stehen in einem Raum der Notunterkunft für wohnungslose Familien.
Viola Schröder (v.l.), Leiterin der Notunterkunft für wohnungslose Familien, Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales und Merle Mangels, Sozialarbeiterin und stellv. Leiterin der Unterkunft, stehen in einem Raum der Notunterkunft für wohnungslose Familien. © Foto: dpa/Arne Immanuel Bänsch
dpa / 01.11.2018, 13:57 Uhr
Berlin (dpa) Mit dem Start der Kältehilfe haben Sozialverbände einen Masterplan für Wohnungslose gefordert.

„Ich vermisse das gemeinsame Vorgehen des Senats“, sagte Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes, am Donnerstag. Das wachsende Problem der Wohnungslosigkeit sei sozialer Sprengstoff. Das Problem lasse sich nicht allein wie bisher von sozialer und gesundheitlicher Perspektive aus angehen. „Ohne preiswerten Wohnraum geht nichts. Mir fehlt da Frau Lompscher. Und mir fehlt auch der Regierende Bürgermeister“, ergänzte Kostka.

Die Berliner Kältehilfe hat in diesem Jahr erstmals im Oktober begonnen. Trotz milder Temperaturen seien die rund 400 angebotenen Schlafplätze zu 84 Prozent ausgelastet gewesen, berichteten Caritas, Diakonie und ihre Partner. Im Winter soll die Zahl der Plätze auf mehr als 900 steigen. Nach Schätzungen der Kältehilfe gibt es in Berlin rund 6000 bis 10 000 obdachlose Menschen, darunter viele Armutsmigranten aus Osteuropa. Die Zahl der Menschen ohne eigene Wohnung, die bei Verwandten, Freunden oder in Wohnheimen leben, liegt in Berlin bei rund 50.000 - Tendenz steigend.

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