Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Jetzt kommt ein neuer Fahrplan - und der bringt auch für Berliner und Brandenburger einige Änderungen.

Züge in der Region
Was sich mit dem Fahrplanwechsel ändert

Symbolbild
Symbolbild © Foto: Julian Stratenschulte/dpa
dpa / 07.12.2018, 08:15 Uhr
Berlin (dpa) Bahnfahren soll auf einigen Strecken in Berlin und Brandenburg entspannter werden. Ab Sonntag (9. Dezember) gilt ein neuer Fahrplan, auch die Bauarbeiten am Berliner Ostkreuz sind zu Ende. „Wir können mehr Züge und größere Züge einsetzen“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) vorab.

Zwischen Berlin und Nauen etwa sollen werktags drei zusätzliche Züge auf der Linie RE2 fahren. „Da ist es sehr voll“, sagte sie. Im Süden wird abends ein zusätzlicher Zug zwischen Cottbus und Leipzig eingesetzt. Kleinere Orte im Spreewald bekommen mit der neuen Linie RB41 eine bessere Anbindung nach Cottbus.

Wen es weiter weg zieht: Künftig fährt abends ein EC von Berlin nach Krakau. Ab Frühjahr soll es auch mehr Plätze in den Regionalzügen RB10 (Nauen-Berlin) und RE7 (Dessau-Wünsdorf-Waldstadt) geben. Dafür müssten noch Züge aus Bayern umgebaut werden, sagte die Sprecherin. Der Start sei im zweiten Quartal 2019 geplant.

Ein wichtiger Schritt ist auch das neue Ostkreuz in Berlin. Nach zwölf Jahren Bauzeit ist das Bahnprojekt fertig. Zum Fahrplanwechsel wird ein neuer Regionalbahnsteig in Betrieb genommen, außerdem ein drittes und viertes S-Bahn-Gleis zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof.

Das Ostkreuz ist der größte Nahverkehrsknotenpunkt Berlins. Täglich steigen im Durchschnitt täglich 123 000 Menschen ein, aus oder um. Seit 2006 wurde das Kreuz für rund 500 Millionen Euro umgebaut und modernisiert, während der Verkehr weiterlief.

Das Ende der Bauarbeiten ist aus Sicht des Fahrgastverbands IGEB eine gute Nachricht. „Das ist ein Durchbruch für die S-Bahn“, sagte Sprecher Jens Wieseke. Der neue Fahrplan bringt aus seiner Sicht insgesamt kleinere Verbesserungen, aber nicht die große Kehrtwende.

„Das Kernproblem ist: Es gibt im Detail Verbesserungen. Aber die große Entlastung gibt es noch nicht“, sagte Wieseke. Grund sei die Infrastruktur, die man nicht so schnell ausbauen könne. Der Verband wünscht sich zum Beispiel, dass längere Züge auf der RE2 eingesetzt werden. Dafür seien die Bahnsteige in Brandenburg aber zu kurz.

Teurer wird Bahnfahren beim VBB nicht - die Tarife bleiben zum zweiten Mal in Folge gleich. Im Fernverkehr dagegen hebt die Deutsche Bahn die Preise um 0,9 Prozent an. Zugfahrten im Regionalverkehr werden dann allerdings etwas teurer, wenn Gäste über Grenzen von Verkehrsverbünden hinweg fahren wollen. Der Ticketverkauf über die polnische Grenze soll leichter werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG