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Dritter Jahrestag
Gedenken an Opfer des Anschlags auf Weihnachtsmarkt

Besucher sind auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor dem Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 zu sehen.
Besucher sind auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor dem Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 zu sehen. © Foto: Christoph Soeder/dpa
dpa / 19.12.2019, 07:04 Uhr
Berlin (dpa) Drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche erinnern Politiker und Angehörige am Donnerstag (19.30 Uhr) an die Opfer. Am Mahnmal am Breitscheidplatz sollen zunächst die Namen der Getöteten verlesen werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) wird einen Kranz niederlegen. Um 20.02 Uhr - dem Zeitpunkt des Anschlags - werden die Glocken der Gedächtniskirche zwölf Mal schlagen.

Am 19. Dezember 2016 war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gefahren. Insgesamt wurden bei dem Anschlag zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt, viele von ihnen schwer.

Auch Hinterbliebene werden zu dem Gedenken erwartet, darunter eine Angehörige aus Israel, die am Mahnmal "Der Riss" sprechen wird. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, und der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, wollten ebenfalls kommen.

Anlässlich des Gedenktages hatte Regierungschef Müller erklärt, es dürfe nicht zugelassen werden, dass "solche Untaten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben". Unsicherheit und Angst sollten nicht das Leben bestimmen. Eine Botschaft des 19. Dezembers 2016 sei, die Freiheit nicht aufzugeben.

Drei Jahre nach dem Terroranschlag erhält noch mindestens ein Dutzend der Überlebenden Pflegeleistungen. "Ein Verletzter muss rund um die Uhr gepflegt werden", sagte der Opferschutzbeauftragte des Bundes. "Von etwa 20 Menschen ist mir persönlich bekannt, dass sie nach wie vor unter den psychischen Folgen dieser schrecklichen Tat leiden", sagte Franke. Etwa ebenso viele könnten bislang ihrer Arbeit nicht wie vor dem Anschlag nachgehen. Bisher seien rund 4,3 Millionen Euro finanzieller Hilfe an Betroffene und Hinterbliebene ausgezahlt worden. Die Höhe der Opferrenten betrügen für die Verletzten derzeit je nach Grad der Schädigung zwischen 151 und 784 Euro im Monat. Mindestens drei Menschen würden lebenslang monatliche Entschädigungszahlungen erhalten

Der Terrorist Anis Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem gestohlenen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Er tötete zwölf Menschen und verletzte rund 100 weitere, zum Teil schwer.

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