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15 000 Teilnehmer erwartet
Protest für klimagerechte Landwirtschaft erwartet

Zahlreiche Bauern stehen bei einer Protestaktion gegen das Agrarpaket der Bundesregierung auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor.
Zahlreiche Bauern stehen bei einer Protestaktion gegen das Agrarpaket der Bundesregierung auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor. © Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
dpa / 13.01.2020, 14:10 Uhr
Berlin (dpa) Anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin wollen dort am Samstag Tausende Landwirte sowie Klima- und Tierschützer für eine umweltfreundlichere Agrarpolitik protestieren.

Zum zehnten Mal ruft das Bündnis "Wir haben es satt!" zur Demonstration rund um das Brandenburger Tor auf. Die Veranstalter erwarten mindestens 15 000 Teilnehmer sowie 100 Traktoren, die den Protestzug anführen sollen, wie Saskia Richartz, Sprecherin des Bündnisses, am Montag in Berlin sagte.

Am Samstagmorgen sollen die Traktorkolonnen von drei Sammelpunkten aus - nördlich, östlich und südlich von Berlin - Richtung Innenstadt starten. Geplant ist, dass sich die Landwirte gegen 10 Uhr auf der Straße des 17. Juni sammeln. Um 12 Uhr soll es eine Auftaktkundgebung vor dem Brandenburger Tor geben, bevor die Demonstranten durch Berlin-Mitte ziehen. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit mit Einschränkungen rechnen.

Das Bündnis fordert eine neue Verteilung der EU-Agrarsubventionen. Es gehe darum, jährlich 60 Milliarden Euro für Landwirte in der EU so zu verteilen, "dass sie gezielt Umwelt- und Naturschutz- und Klima-Maßnahmen unterstützen und das Tierwohl voranbringen", sagte Richartz. Zudem müsse der Markt faire Preise für Landwirte erzeugen.

Landwirte, die den Zielen des Bündnisses kritisch gegenüberstehen, hatten vor einigen Tagen angekündigt, auf eine größere Gegenveranstaltung am selben Tag zu verzichten. Das Bündnis mit dem ähnlich klingenden Namen "Wir machen euch satt" hatte in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Protestaktionen auf die wirtschaftlich angespannte Lage von Landwirten in Deutschland aufmerksam machen wollen. Ein weiteres Bündnis plant allerdings für den Freitag Gegendemos in mehreren deutschen Städten.

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