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Arbeitsmarkt
Mehr Beschäftigte in Berlin - 2020 wird es schwieriger

Blick auf eine Hinweistafel mit offenen Stellen im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der Beschäftigen in Berlin ist 2019 weiter gestiegen.
Blick auf eine Hinweistafel mit offenen Stellen im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der Beschäftigen in Berlin ist 2019 weiter gestiegen. © Foto: Paul Zinken/dpa
dpa / 13.01.2020, 17:45 Uhr
Berlin (dpa) Die Zahl der Beschäftigen in Berlin hat 2019 weiter zugenommen. Im Oktober wurden rund 1.564.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gezählt, ein Plus von 53.500 oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, wie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur am Montag mitteilte.

Für die Zukunft sehen die Experten der Arbeitsagentur eine Reihe von Herausforderungen. Die wichtiger werdende Qualifizierung von Arbeitslosen sei nur eine davon.

Nicht ganz die Hälfte (22.500 oder 43 Prozent) der zusätzlichen Beschäftigten hatte keine deutsche Staatsangehörigkeit, nur der kleinere Teil (7.500) von ihnen ist aus dem EU-Ausland nach Berlin gekommen.

Insgesamt bekamen rund 23.000, also 45 Prozent, eine Teilzeitstelle, die Mehrzahl arbeitete in Vollzeit. Teilzeit wird in Berlin insgesamt wichtiger: Der Anteil lag im vergangenen Jahr bei 34 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Jahr davor. "Der Trend wird aktuell von den Männern bestimmt", so die Arbeitsagentur. Ihr Anteil lag zuletzt bei ebenfalls 34 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als 2015.

Beim Blick auf 2020 sind die Einschätzungen zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt etwas skeptischer: "Die Spuren der konjunkturellen Abschwächung sind eindeutig", sagte Bernd Becking, der Chef der Regionaldirektion. "Wir sind in unsichereren Zeiten als vor einem Jahr." Bei den zusätzlichen Beschäftigten erwarten die Arbeitsmarktexperten für 2020 nur noch ein Plus von 29.000 (1,9 Prozent).

Geringer qualifizierte Arbeitnehmer sind nach den Daten der Arbeitsagentur deutlich stärker von Arbeitslosigkeit bedroht. "Wer heute seine Arbeit verliert, kann nicht davon ausgehen, sofort wieder in Arbeit zu kommen", sagte Becking. "Die Arbeitswelt verändert sich rasant, genau wie die Anforderungen an Qualifikationen, Weiterbildung wird deshalb immer wichtiger." Es gehe darum, fit zu werden für den Strukturwandel und die Digitalisierung.

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