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Prozess
Marihuana in Kartoffelchips-Kartons

Als spanische Kartoffelchips getarnt, haben die Angeklagten mindestens 50 Kilogramm Marihuana nach Deutschland geschmuggelt (Symbolbild).
Als spanische Kartoffelchips getarnt, haben die Angeklagten mindestens 50 Kilogramm Marihuana nach Deutschland geschmuggelt (Symbolbild). © Foto: Oliver Berg/dpa
dpa / 14.02.2020, 17:57 Uhr
Berlin (dpa) Sechs Monate nach dem Fund von rund 38 Kilogramm Marihuana in Kartoffelchips-Kartons hat in Berlin der Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen.

Drei der 30- bis 58-Jährigen sollen Ermittlungen zufolge im Sommer 2019 mit Hilfe eines Kurierfahrers mindestens 50 Kilogramm Marihuana aus Spanien nach Deutschland geschmuggelt haben - getarnt als Lieferung spanischer Kartoffelchips. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Freitag vor dem Landgericht offen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass nach dem Verkauf von Teilmengen der Drogen knapp 38 Kilogramm in der Bunkerwohnung einer mitangeklagten 58-Jährigen in Berlin-Kreuzberg zwischengelagert wurden. Dort sei das Rauschgift im Rahmen eines großangelegten Polizeieinsatzes, dem über zwei Jahre hinweg intensive Ermittlungen vorausgegangen seien, im August 2019 sichergestellt worden. Zudem wurden den Angaben zufolge fast 4000 Ecstasy-Tabletten, rund 3 Kilogramm Haschisch und mehr als 100 Gramm Kokain kassiert. Dazu kamen neun jeweils ein Kilogramm schwere Goldbarren.

Zwei der Angeklagten befinden sich seit sechs Monaten in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind sieben weitere Tage bis Anfang April vorgesehen. Zu ersten Aussagen könnte es Angaben zufolge am zweiten Verhandlungstag, dem 24. Februar, kommen.

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