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Prozess
Messerangriff auf Vater - Sohn gesteht vor Berliner Landgericht

Zunächst mit einem Baseballschläger dann mit einem Messer soll ein 23-jähriger Mann in Berlin auf seinen Vater losgegangen sein. Jetzt muss er sich vor dem Berliner Landgericht verantworten.
Zunächst mit einem Baseballschläger dann mit einem Messer soll ein 23-jähriger Mann in Berlin auf seinen Vater losgegangen sein. Jetzt muss er sich vor dem Berliner Landgericht verantworten. © Foto: Sonja Wurtscheid
dpa / 30.06.2020, 15:45 Uhr
Berlin (dpa) Weil er seinem Vater auf einem Laubengrundstück in Berlin-Britz ein Messer in die Schläfe gerammt haben soll, muss sich ein 23-Jähriger vor dem Landgericht verantworten.

Der Sohn hat zu Prozessbeginn am Dienstag ein Geständnis abgelegt. Er sei wütend und in Rage gewesen, weil ihn sein Vater vor die Tür setzen wollte, erklärte der Angeklagte. Bei dem Angriff im März 2020 habe er sich im Recht gefühlt. Inzwischen sei ihm sein Verhalten unerklärlich. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

Der Sohn soll seinen Vater zunächst mit einem Baseballschläger attackiert haben. Nachdem der 45 Jahre alte Mann den Schlag abwehren konnte und beide Männer dabei zu Boden gegangen seien, habe der Sohn  ein Messer aus seiner Hosentasche gezogen, heißt es in der Anlage.

Er habe dem Vater "mit weiter fortbestehendem Tötungsvorsatz" in die linke Schläfe gestochen. Die Lebensgefährtin des Opfers sei dazwischen gegangen und habe den Sohn mit einer Gartenharke abwehren können. Der Vater habe eine Stichwunde nahe dem Auge und einen Jochbeinbruch erlitten. Drei Tage sei er stationär behandelt worden.

Der deutsche Angeklagte erklärte weiter, er sei wegen drohender Obdachlosigkeit "extrem sauer" gewesen und habe "Rot" gesehen. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater sei seit Jahren schwierig. "Er interessierte sich nicht für mich", so der Sohn. Kurz vor seiner Tat habe er Alkohol konsumiert. Er sei froh, dass sein Vater den Angriff überlebte. "Was geschah, tut mir leid", so der gelernte Glas- und Gebäudereiniger. Der Prozess wird am 2. Juli fortgesetzt.

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