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Protest gegen Spree-Bebauung wieder stärker

Die Proteste gegen die Bebauung des Berliner Spreeufers werden wieder stärker.
Die Proteste gegen die Bebauung des Berliner Spreeufers werden wieder stärker. © Foto: dpa
05.06.2010, 19:19 Uhr
Berlin (DPA) Die Proteste gegen die Bebauung des Berliner Spreeufers werden wieder stärker. Am Samstag kamen nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Menschen zu Demonstrationen in Friedrichshain und Kreuzberg. Am Schlesischen Tor gab es Rangeleien. Gegen Abend herrschte bei sommerlichem Wetter eher Partystimmung. Die Polizei war auf der Spree mit Booten im Einsatz.

Die geplante Bebauung des Spreeufers mit Hotels und Bürogebäuden ist seit Jahren besonders in der linken Szene umstritten. Vor zwei Jahren fiel ein Bürgerentscheid mit großer Mehrheit gegen das Investorenprojekt Mediaspree aus. Ein Sprecher der Mediaspree-Gegner nannte den Aktionstag am Samstag einen Erfolg. Es hätten sich mehr Menschen beteiligt als erwartet.

Unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern. Mediaspree entern“ zogen nachmittags zwei Gruppen vom Boxhagener Platz und vom Kottbusser Tor Richtung Oberbaumbrücke. Dort wurde die Stimmung aggressiver. Vereinzelt flogen Flaschen. Auch Autonome waren bei der Demo dabei.

An der Cuvrystraße hinderte die Polizei die Demonstranten zunächst daran, eine Brachfläche zu betreten. Dann wurde der Andrang so groß, dass das Gelände freigegeben wurde. Hunderte Protestierer ließen sich am Ufer nieder. Musikanlagen wurden auf Rollstühlen herangefahren. Die Demonstranten tanzten mit Bierflaschen in der Hand zu Technomusik in der Sonne. Grillwolken lagen über der Wiese.

Auch an anderen Abschnitten der Spree versuchten Demonstranten, auf abgesperrte Bereiche zu gelangen, mit wechselndem Erfolg. An der Köpenicker Straße patrouillierten Polizisten mit Schäferhunden.

In drei Fällen seien bei Protestlern die Personalien festgestellt worden, berichtete ein Polizeisprecher am späten Nachmittag. Dabei habe es sich um „Freiheitsbeschränkungen“, nicht um Festnahmen gehandelt.

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