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Kollhoff findet Berliner Mitte „deprimierend“

Primitiv und deprimierend - Der Architekt Hans Kollhof hat das Erscheinungsbild Berlins rund um Alex (Bild) und Hauptbahnhof heftig kritisiert.
Primitiv und deprimierend - Der Architekt Hans Kollhof hat das Erscheinungsbild Berlins rund um Alex (Bild) und Hauptbahnhof heftig kritisiert. © Foto: dpa
09.08.2010, 13:11 Uhr - Aktualisiert 09.08.2010, 13:11
Berlin (DPA) Der Architekt Hans Kollhoff hat das Erscheinungsbild der Berliner Mitte rund um den Alexanderplatz und den Hauptbahnhof „deprimierend“ genannt. „Billig, billig, billig, das Primitivste, was man sich vorstellen kann“, sagte Kollhoff, der für den Masterplan zur Gestaltung des Alexanderplatzes verantwortlich war, dem „Tagesspiegel“. Ein Gebäude wie das Einkaufshaus Alexa sei „ein Monstrum“, auch andere Neubauten seien eine „Katastrophe“. Bekanntestes Kollhoff-Gebäude in Berlin ist das Backstein-Hochhaus am Potsdamer Platz.

Noch viel schlimmer als am Alexanderplatz sei die Lage am Hauptbahnhof. „Das ist das Entree Berlins für eine große Zahl von Besuchern. Dort wird eine gigantische Chance vergeben“. Der nahe gelegene Humboldthafen sei eine großartige städtebauliche Figur, „über die wird geistlos hinweggeplant“. Das meiste bleibe dem Zufall überlassen, sagte der Architekt. „Bevor Investoren der Stadt den Rest geben und sie ruinieren, sollte Berlin lieber eine Denkpause einlegen.“

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