Die Deutsche Bahn AG (DB) hat angekündigt, den S-Bahnhof Köpenick im gleichnamigen Berliner Bezirk ab 2023 umzubauen. Dies teilte die DB am Dienstag mit. In der Mitteilung schrieb die Bahn unter anderem, dass das Eisenbahnbundesamt die Baugenehmigung für das Projekt erteilt habe. Ab 2027 sollen dann am Bahnhof Köpenick S-Bahnen und Regionalzüge halten.
Die für Pendler wichtige Verbindung des RE1 von Berlin nach Frankfurt (Oder) soll dann im Halbstundentakt verkehren - zur Hauptverkehrszeit sogar alle 20 Minuten, so die Pläne der Bahn. Der Regionalbahnhof Köpenick gehört zu dem Großprojekt „Ausbau der West-Ost-Magistrale von Berlin zur polnischen Grenze bei Frankfurt (Oder)“. Der neue Regionalbahnhof ist ein wichtiger Bestandteil des Berliner Verkehrskonzepts, schreibt die Bahn.

Zusätzlicher Bahnsteig mit zwei Gleisen

Der Umbau des Bahnhofs Köpenick umfasst einen rund drei Kilometer langen Streckenabschnitt. Vorgesehen sind zudem ein zusätzlicher Bahnsteig für den Regionalverkehr an zwei neuen Gleisen mit drei Zugängen: Westlich mit Personenüberführung der Bahnhofstraße, aus dem Empfangsgebäude und aus der östlichen Personenunterführung der Bahnanlagen. Dieser neue Regionalbahnsteig erhält auf auch der West- und Ostseite jeweils Aufzüge.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Köpenick wird in Richtung Elcknerplatz verbreitert. Darüber hinaus werden Stützbauwerke und rund vier Kilometer Schallschutzwände gebaut sowie vier Eisenbahnbrücken erneuert und erweitert. Ein zusätzliches Überholgleis ist zur Entflechtung des wachsenden Personen- und Güterverkehrs und der besseren Anbindung des Berliner Außenringes an die West-Ost-Magistrale erforderlich.
Derzeit läuft die Ausschreibung der Bauleistungen, so die Bahn. Diese soll im Juli beendet sein und mit den Bauvorbereitungen begonnen werden. Wie sich die Bauarbeiten auf den täglichen Betrieb der S-Bahn auswirken werden, konnte eine Sprecherin der Bahn auf Nachfrage noch nicht sagen. Dies sei erfahrungsgemäß erst etwa zwei Wochen vor Baubeginn möglich. Dann stehe der Fahrplan, so die Sprecherin.