1473,1 – das ist die am frühen Samstagmorgen, 22.01.2022, vom Robert-Koch-Institut gemeldete Inzidenz für Berlin. So hoch waren die Coronazahlen noch nie. Die Hauptstadt hat mit diesem Wert auch den bisherigen Spitzenreiter Bremen abgelöst. Der Stadtstadt liegt mit einer Inzidenz von 1325,6 hinter Hamburg (1394,7) noch auf Platz 3 im deutschen Bundeslandvergleich.
Auch beim Blick auf die Landkreis-Statistik liegen Berliner Bezirke bei der Inzidenz ganz vorn. Laut aktueller RKI-Liste sind das die vordersten fünf Plätze in Deutschland:
  • Berlin Mitte: 2814,3
  • Berlin Pankow: 1953,6
  • Berlin Friedrichshain-Kreuzberg: 1776,4
  • Berlin Neukölln: 1751,3
  • Berlin Spandau: 1737,9

So ist die Corona-Lage in Berlins Krankenhäusern

In der Hauptstadt wurden zwischen Freitag und Samstag laut RKI 14.087 neue Corona-Fälle verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich damit nachweislich 451.648 Menschen. Fünf weitere Tote wurden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der in Berlin an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen liegt bei 4082.
Die Lage auf den Intensivstationen ist jedoch weiter unter Kontrolle: 16 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Die Warnampel zeigte für diesen Wert Gelb. Der Wert lag weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.
Die Hospitalisierungsinzidenz steht bei 16,3 und bewegte sich damit anhaltend im kritischen Bereich. Die Ampel zeigte Rot. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten.

50 Prozent der Berliner haben eine Booster-Impfung erhalten

Nach Angaben des RKI sind in Berlin derzeit rund 2,7 Millionen Menschen grundimmunisiert, also in der Regel zweimal gegen Corona geimpft (rund 74 Prozent). Etwa 1,8 Millionen Menschen haben eine Auffrischungsimpfung erhalten (rund 50 Prozent).
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) geht davon aus, dass in Berlin bis Ende Februar alle doppelt gegen Corona geimpften Menschen auch geboostert werden können. „Wenn wir das Impftempo mindestens so aufrechterhalten und die Impfzentren und Impfstellen ihr Tempo ebenfalls beibehalten, dann ist es durchaus realistisch“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Burkhard Ruppert der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind laut unserer Rechnung zum aktuellen Zeitpunkt 900.000 Personen. Das ist zu schaffen.“
In Berlin können sich Menschen im Wesentlichen in 2700 Arztpraxen, in den Impfzentren des Senats sowie in Impfstellen impfen lassen. Nach dem Jahreswechsel hat die Kampagne allerdings ein wenig vom immensen Schwung im Dezember eingebüßt. „Das System fährt sich nach der Jahreswende langsam wieder hoch“, erläuterte Ruppert. „Viele Praxen haben erst im Laufe der ersten Januarwoche ihren Betrieb wiederaufgenommen, haben Impftermine koordiniert und Impfstoff bestellt.“
Einen Überblick über die Impfstellen in Berlin und eine Möglichkeit zur Terminbuchung bietet im Internet das Service-Portal Berlin.