Gleich mehrere illegale Musikveranstaltungen hat die Berliner Polizei am Samstag im Bezirk Treptow-Köpenick beobachtet. In Rahndsdorf stellte sie am Nachmittag in einem Waldgebiet eine illegale Veranstaltung fest. Dabei sind eine professionelle Musikanlage mit Stromaggregat zum Einsatz gekommen und auch Getränke ausgeschenkt worden, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Der Veranstalter sei ermittelt worden und habe wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eine Anzeige erhalten. Außerdem wurden den Angaben zufolge technische Geräte wie ein DJ-Mixer und ein Generator beschlagnahmt.
In einem Waldgebiet in Friedrichshagen bemerkte der Revierförster am späten Samstagabend laute Musik und verständigte die Polizei. Die Polizisten trafen auf eine illegale Musikveranstaltung mit einer Zahl von Teilnehmern, die ebenfalls im hohen zweistelligen Bereich gelegen habe, sagte der Polizeisprecher. In diesem Fall sei die Veranstaltung beendet worden, der Veranstalter habe die Musikanlage abgebaut, weitere Maßnahmen seien nicht nötig gewesen.

Oberschöneweide, Treptower Park und Plänterwald

In Oberschöneweide hatte sich am Samstag eine Gruppe in vergleichbarer Größe gegenüber dem Kraftwerk Rummelsburg getroffen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes stellten unter anderem eine Musikanlage samt Mischpult sicher. Es gab zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung unter Jugendlichen.
Rund 20 Gruppen von Personen, die laute Musik abgespielt haben, hat die Polizei vom Samstagnachmittag bis zum frühen Sonntagmorgen an weiteren Stellen etwa im Treptower Park und im Plänterwald festgestellt. Dabei habe das Ordnungsamt drei Lautsprecher sichergestellt.
Einen Grund dafür, warum die illegalen Musikveranstaltungen sich möglicherweise in den Ostteil Berlins verlagert haben, nannte die Polizei nicht. Im Hochsommer hatte es mehrfach Polizeieinsätze aus ähnlichem Anlass zum Beispiel in der Hasenheide in Neukölln gegeben. Dort haben an diesem Samstag bis Mitternacht Polizei und Ordnungsamt kontrolliert und Parkbesucher auf die Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben.