Im Berliner SPD-Kreisverband Charlottenburg- Wilmersdorf hat am Freitag die mit Spannung erwartete Mitgliederbefragung zur Bundestagskandidatur 2021 begonnen.

Befragung bis 27. Oktober

Rund 2500 Parteimitglieder können zwischen dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und der Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, wählen. Die Befragung erfolgt online oder per Briefwahl und läuft bis einschließlich 27. Oktober.
Endgültig aufgestellt wird der SPD-Kandidat erst auf einer Wahlkreiskonferenz im November. Das Ergebnis des Mitgliedervotums ist aber eine Vorentscheidung. Zwar ist es formal nicht bindend. Jedoch dürfte der Kandidat gekürt werden, der bei der Befragung vorn liegt.

CDU-Wahlkreis soll sozialdemokratisch erobert werden

Wer auch immer sich parteiintern durchsetzt: Sicher ist das Direktmandat für den SPD-Kandidaten nicht. Zuletzt obsiegte in dem Wahlkreis die CDU.
Müller hatte im August bekanntgegeben, dass er 2021 in den Bundestag wechseln und im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf kandidieren will. Dort hatte zuvor bereits Chebli Interesse signalisiert, die Müller 2016 als Staatssekretärin in seine Senatskanzlei holte.
Die erste Wahl für Müllers Bundestagskandidatur wäre sicherlich der Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg gewesen. In dem gleichnamigen Berliner Bezirk hat er seine familiären Wurzeln und trat dort wiederholt bei Wahlen zum Abgeordnetenhaus an. Allerdings fuhr ihm Juso-Chef Kevin Kühnert in die Parade, als er öffentlich verkündete, dort anzutreten.