Sie sollen sich beispielsweise mit dem effizienten Lüften in den Schulen, besserer Kommunikation der Lehrer mit Eltern und Schülern und einem Stufenplan zur Frage, ab welchen Infektionszahlen welche Maßnahmen nötig seien, beschäftigen, sagte Heise. "Die Arbeitsgruppen werden in den nächsten 14 Tagen zusammenkommen." Der Hauptbeirat werde sich etwas später das nächste Mal treffen, um erste Ergebnisse zu beraten.
Beim ersten Treffen ging es nach Angaben der Bildungsverwaltung unter anderem um das Infektionsgeschehen in den Bezirken, die Herausforderungen durch eine mögliche Erkältungs- und Grippewelle in Herbst und Winter sowie um die Berliner Teststrategie.
Nach Angaben der Bildungsverwaltung ist ein Ziel, den Musterhygieneplan für die Berliner Schulen verständlicher und konkreter zu fassen. "Ein weiteres wichtiges Thema wird die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationskanäle sein, um aktuelle Entwicklungen möglichst zeitnah weiterzugeben", teilte die Senatsverwaltung mit. Auf Vorschlag der Bildungssenatorin soll es künftig auf Bezirksebene außerdem Corona-Schulbeiräte geben, die mit den Bezirkselternausschüssen vernetzt sein sollen.
Mitglieder des Hygienebeirats sind neben Vertretern der Senatsverwaltung unter anderem Prof. Frank Mockenhaupt, Prof. Petra Gastmeier und Valerie Kirchberger von der Berliner Charité, Reinhard Bartezky vom Verband der Kinderärzte und der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid.
Auch der Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und der Pankower Bezirksstadtrat Torsten Kühne haben ihre Mitarbeit zugesagt. Auch Vertreter der Bezirke, der Bildungsgewerkschaft GEW und des Landesschülerausschusses sind mit dabei.
Paul Fresdorf, bildungspolitischer Sprecher der Berliner FDP-Fraktion, bemängelte, die Situation an den Berliner Schulen sei kritisch und werde durch Missstände überschattet. "Die Kommission muss schnell eine einheitliche Gesamtstrategie präsentieren und sich nicht erst wochenlang beraten." Im Bereich Bildung zähle jede Minute.
An der Rückkehr zum Regelbetrieb für die rund 370 000 Schülerinnen und Schüler in Berlin nach den Sommerferien in Corona-Zeiten gab es bereits erhebliche Kritik. In Berlin ist der Unterricht am Montag vergangener Woche wieder gestartet. Im neuen Schuljahr gelten in den Schulen keine Abstandsregeln mehr. Es gibt zwar eine Maskenpflicht. Sie gilt aber nicht auf dem Schulhof und auch nicht im Unterricht.