Rund 3,5 Millionen medizinische Masken sollen in Berlin ab dieser Woche kostenlos unter anderem an Menschen mit geringem Einkommen verteilt werden. Wie der Sprecher der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales, Stefan Strauß, am Montag mitteilte, ist die Auslieferung an die Bezirke bereits am Montag abgeschlossen worden, die dann die Verteilung organisieren. Jeweils fünf kostenlose Masken stehen für Menschen zur Verfügung, die nicht viel Geld in der Tasche haben.

Anspruch auf die Masken haben auch Bafög-Empfänger und Azubis

Einen Anspruch haben nach Angaben des Sprechers nicht nur die rund 682.600 Bedürftigen mit „berlinpass“, den Empfänger von Sozialhilfe und Hartz-IV-Leistungen bekommen, sondern zum Beispiel auch Bafög-Empfänger oder Azubis, die Ausbildungsbeihilfe erhalten.
Die Senatsverwaltung selbst organisiert die Ausgabe von Masken an Wohnungslose und Geflüchtete. So beliefere die Sozialverwaltung die Kältehilfe und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), die die Masken dann in den entsprechenden Unterkünften verteilten, sagte Strauß.

Bei Bedarf sollen mehr Masken ausgegeben werden

In allen Fällen geht es überwiegend um sogenannte OP-Masken, zum Teil aber auch um FFP2-Masken, die in erster Linie an gefährdete Personengruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen ausgegeben werden sollen, wie der Sprecher erläuterte. Das Tragen solcher Masken ist seit Sonntag in Berlin beim Einkaufen und im ÖPNV verpflichtend. Bei Bedarf soll die Zahl der kostenlosen Masken erhöht werden, sagte Strauß.
Die Senatsverwaltung habe die Bezirke in einem Schreiben an die Bezirksbürgermeister und Sozialstadträte zu kulantem und unbürokratischen Vorgehen ermuntert, sagte Strauß. Er wies auf das Beispiel Neukölln hin. Das Bezirksamt hatte bereits am Freitag mitgeteilt, ab Dienstag an vier Abgabestellen in verschiedenen Ortsteilen und auf Wochenmärkten Masken auszugeben.
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