Die in Hinblick auf mögliche Lockerungen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist gestiegen, bleibt aber niedriger als vor einer Woche. Verzeichnet wurden 65,8 Ansteckungen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - nach 57,9 am Tag zuvor und rund 70 vor einer Woche. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit vom Freitag hervor. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter der Bezirke demnach 644 Neuinfektionen (Vortag: 553) und 5 weitere Todesfälle.

Berliner Corona-Ampel ist rot, gelb und grün

Die Corona-Ampel steht beim Kriterium Inzidenz weiter auf Rot. Auf Gelb würde sie erst ab einem Wert von 30 springen, auf Grün ab 20. Gelb zeigt das Warnsystem beim Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten: Er beträgt 16,1 Prozent. Auf Grün steht die Ampel bei der Reproduktionszahl mit 0,67. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Schnitt 67 andere Menschen anstecken. Liegt dieser Wert längerfristig deutlich unter 1, wird die Pandemie gebremst.
Insgesamt sind seit Beginn der Corona-Krise in Berlin 2933 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus erfasst worden. Die Zahl der insgesamt registrierten Ansteckungen in der Stadt liegt bei 134.035, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Als genesen gelten 125 756 Menschen.