Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg müssen sich nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit auf zusätzliche Defizite bei Schulabgängern wegen der Corona-Krise einstellen. „Die Gefahr ist da“, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Ramona Schröder, der „Berliner Morgenpost“ (Montag). „Ich denke, da hilft nur, dass wir uns dessen bewusst sind und diesen Jugendlichen trotzdem die Chance einräumen.“

Schulschließungen und Homeschooling nicht die Schuld der Schüler

Dass der aktuelle Jahrgang wegen Schulschließungen und Digital-Unterrichts noch „ein stückweit mehr Defizite“ mitbringe als vorherige, sei nicht die Schuld der Schülerinnen und Schüler. „Insofern ist unsere gesellschaftliche Verantwortung in der Hinsicht nochmal größer, diese Jugendlichen auszubilden“, so Schröder. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer sollten auch schwächeren Schülern eine Chance bieten.“
Es gebe ausbildungsbegleitende Hilfen, erläuterte Schröder. „Aber auch die Unternehmen werden sich gerade am Anfang mehr um ihre Auszubildenden kümmern müssen. Viele Dinge werden sich im Laufe der Ausbildung aber auch wieder relativieren, wenn Wissensdefizite aufgeholt werden.“
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