Die Arbeitslosigkeit ist in Berlin im Januar wieder gestiegen. 212.498 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet, 10.110 mehr als im Dezember, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote erreichte damit 10,6 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Dezember.
Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur sprach von einem saisonbedingten Anstieg der Zahlen. Diese sei keine Überraschung. Denn im Winter werden etwa auf dem Bau weniger Leute gebraucht. Zudem melden sich im Januar viele arbeitslos, deren Verträge zum Jahresende ausgelaufen sind. Stichtag der Datenerhebung war am 13. Januar.
„Allerdings liegt das aktuelle Niveau der Arbeitslosigkeit wegen der andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie vor allem in Berlin deutlich über dem des Vorjahres“, sagte Direktionsleiterin Ramona Schröder. Im Januar 2020 hatte es knapp 53.000 Arbeitslose weniger gegeben, die Quote lag bei 8,2 Prozent.

Keine gute Aussicht in der Coronapandemie

Eine schnelle Verbesserung ist nicht in Sicht, wie Schröder deutlich machte. „Die Pandemie hält an, was eine Verbesserung der Beschäftigungssituation kurzfristig schwierig macht.“
Nicht als Arbeitslose gezählt werden Erwerbslose, die sich etwa weiterqualifizieren oder die kurzfristig arbeitsunfähig sind. Rechnet man sie hinzu, sind knapp 264 000 Berlinerinnen und Berliner ohne Arbeit. Die Kurzarbeit ist dabei nicht eingerechnet.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.