Die Berlinerinnen und Berliner können sich von diesem Montag einmal pro Woche unentgeltlich auf das Corona-Virus testen lassen. Für die Schnelltests stehen stadtweit 16 Testzentren bereit, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte. Zum eigenen Schutz und zum Schutz des persönlichen Umfelds seien die Menschen aufgerufen, sich wöchentlich testen zu lassen. Sie erhalten dafür eine Bescheinigung. Eine Anmeldemaske sollte noch am Sonntagabend online gehen.
„Grundsätzlich gilt, wer einen positiven Schnelltest hat, muss sich sofort absondern und sich zwingend mit einem PCR-Test nachtesten lassen“, sagte Senatorin Dilek Kalayci (SPD), die am Sonntag das Testzentrum in der Max-Taut-Schule in Lichtenberg besuchte. Auch dieser PCR-Test sei für die Patienten kostenlos. Wo man ihn machen kann, erführen die Betroffenen in den Testzentren.
Finanziert werden die Schnelltests vom Bund, bereitstellen müssen sie die Länder. Darauf hatten sich beide Seiten am Mittwoch verständigt. Nicht in allen Ländern werden jedoch schon am Montag Tests angeboten. In Berlin sollen in nächster Zeit noch „Test-To-Go-Stationen“ dazu kommen, wie es der Senat nennt. Damit könnten beispielsweise Apotheken beauftragt werden.
Die Schnelltests werden von geschultem Personal vorgenommen, die dazu Wattestäbchen tief in die Nase oder den Rachen einführen. Anders ist das bei Laien-Selbsttests zur Anwendung zuhause, die seit Samstag allmählich in den Einzelhandel kommen: Die Probe wird nicht ganz so tief aus der Nase entnommen, und dies kann man selbst machen.
Einige Berliner kauften sich bereits am Wochenende beim Discounter Aldi Schnelltests. Sie waren schon am Samstagmorgen schnell ausverkauft. Auch Lidl, Rewe und Edeka wollen in Kürze Schnelltests im Laden verkaufen. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm planen den Start für Dienstag. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.
Die Berliner Gesundheitsämter meldeten am Sonntag 110 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das waren sieben mehr als am Sonntag vor einer Woche, wie aus Zahlen der Gesundheitsverwaltung hervorgeht. Das Virus breitet sich damit weiter aus.
Doch auch die Zahl der Impfungen steigt: 5,9 Prozent der Berliner haben den ersten Piks erhalten, womit Berlin nach Daten des Robert-Koch-Instituts vom Samstag ungefähr im bundesweiten Durchschnitt liegt. 3,4 Prozent der Hauptstädter haben auch schon die zweite Dosis erhalten, was überdurchschnittlich ist. Am Montag öffnet im Flughafen Tempelhof ein weiteres Impfzentrum für die Hauptstadt.
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