„Ich rufe alle, die eine Einladung zur Impfung erhalten haben, auf, die Chance zum Impfen zu ergreifen. Alle, die berechtigt sind, eine Impfung zu erhalten, werden ausdrücklich über mögliche Risiken aufgeklärt“, sagte Senatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstagabend
Alle in der Zukunft liegenden Termine, die am Montag abgesagt worden seien, würden wieder eingesetzt. „Dazu werden die Impfberechtigten per Mail und SMS kontaktiert, soweit die Kontaktdaten hinterlegt sind“, teilte die Senatsverwaltung mit.
Impfberechtigte, deren Termin durch den Impfstopp zwischen Montagnachmittag und Donnerstag nicht zustande gekommen ist, können diesen Samstag und Sonntag ohne Termin direkt zu den Öffnungszeiten in das ursprünglich für sie gebuchte Impfzentrum Tegel (9-18 Uhr) oder Tempelhof (14-18 Uhr) kommen. Alternativ können sie sich auch an einem beliebigen Werktag der kommenden Woche impfen lassen, indem sie sich bei der Impfhotline melden und einen Termin vereinbaren.

Extra-Warnung für Astrazeneca

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher, wie die Behörde am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Es werde aber eine Extra-Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen. Die Vergabe des Impfstoffs war wegen der Prüfung der Behörde diese Woche bundesweit ausgesetzt worden. Das Ziel sei nun, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach dem EMA-Votum und Beratungen mit den Ländern mit.
Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hat nach der Wiederzulassung des Impfstoffs vom Hersteller Astrazeneca eine flächendeckende Impfung mit diesem Vakzin in Arztpraxen der Hauptstadt gefordert. In den Praxen könne es auch eine intensive Aufklärung geben.
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