Bei den Corona-Schutzimpfungen macht Berlin einen weiteren Schritt. Sie sind ab Montag (3. Mai) grundsätzlich auch für Angehörige der dritten Prioritätsgruppe möglich, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mitteilte. Dazu gehören beispielsweise Berlinerinnen und Berliner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, Personen mit hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, Wahlhelfer und unter anderem auch Journalisten.

Nachweis entscheidend

Gleichzeitig wird das Buchungsverfahren den Angaben zufolge umgestellt. Eine Impfeinladung mit Buchungscode ist für eine Terminbuchung unter https://service.berlin.de/corona/ nicht mehr nötig. Bei der Online-Terminvereinbarung oder über die Hotline unter 030 90282200 muss lediglich angegeben werden, welche Art von Nachweis bei der Impfung vorgelegt werden wird.

Diese Personengruppen dürfen ab 3. Mai geimpft werden:

- Lehrer an weiterführenden Schulen können einen Termin für Impfungen buchen. Das gilt auch für das übrige Dienstpersonal an Schulen ab Klasse 7 und den beruflichen Schulen, also etwa Erzieherinnen und Erzieher, Hausmeister und Beschäftigte im Sekretariat oder in den Schulküchen, wie ein Sprecher der Bildungsverwaltung erklärte. Zu der Gruppe gehören in Berlin insgesamt rund 50.000 Menschen.
- Auch die rund 4000 Beschäftigten in den Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe in den bezirklichen Jugendämtern sollen eine Impfmöglichkeit erhalten. Sie zählen wie die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen zur Prioritätsgruppe drei, die als nächste in der Impfreihenfolge dran ist.
- Personen mit sehr hohem oder hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf sollen sich an ihren Haus- oder Facharzt wenden. Berliner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, können sich bei ihrem Hausarzt impfen lassen, einen Termin online buchen oder über die Hotline für eines der Impfzentren einen Termin vereinbaren.
- Das Gleiche gilt für bis zu zwei enge Kontaktpersonen pflegebedürftiger Menschen und auch für Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die ihre Bescheinigung bereits bekommen haben sowie Personen, die in medizinischer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und im Lebensmittelhandel arbeiten. In ihrem Fall ist die Priorisierung dann vor Ort durch eine Bescheinigung des jeweiligen Arbeitgebers nachzuweisen.
- Mitarbeiter der Berliner Verwaltungen sind den Angaben zufolge nur impfberechtigt, wenn sie „in besonders relevanter Position“ tätig sind. Darüber bestimme die jeweilige Dienststellenleitung in Abstimmung mit dem jeweiligen Personalrat.

Betriebsärzte sollen Personen der kritischen Infrastruktur impfen

Personen in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur“ sollen in wenigen Wochen über die Betriebsärzte geimpft werden. Sie können sich ebenfalls auch beim Hausarzt impfen lassen, einen Termin online buchen oder einen Termin über die Hotline für eines der Impfzentren vereinbaren. Als Nachweis für die Priorisierung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers notwendig. Journalisten können ihren Presseausweis als Nachweis nutzen.
Mit der Priorisierung wird die Reihenfolge festgelegt, nach der geimpft werden soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Montag mitgeteilt, dass sie spätestens im Juni aufgehoben werden soll.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.