Wegen der ab Mittwoch (31. März) geltenden Corona-Testpflicht für Kunden vor dem Einkaufen baut der Berliner Einzelhandel eigene Teststellen auf. Mit dem Handel sei vereinbart worden, an Einkaufszentren Testangebote bereitzustellen, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag. Sie habe dabei auch die Bitte geäußert, Teststellen auf Supermarktparkplätzen einzurichten. Das Know-how dafür und entsprechende Dienstleister stünden zur Verfügung.
Der Handelsverband Berlin-Brandenburg machte deutlich, dass die Organisation von Testmöglichkeiten für die Kunden etwas Zeit brauche. Große Kaufhäuser und Einkaufszentren würden damit in den nächsten Tagen beginnen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, der dpa. Noch seien Fragen offen - etwa wie Ladeninhaber die Testbescheinigungen zweifelsfrei kontrollieren und wie sie ausreichend Tests für ihre Mitarbeiter beschaffen können.

Testpflicht beim Shopping in Berlin

Die Berlinerinnen und Berliner müssen ab Mittwoch einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest zum Einkaufen in Geschäften vorweisen, ebenso für Besuche im Friseur- oder Kosmetiksalon, in Museen und Galerien. Davon ausgenommen sind Supermärkte, Apotheken oder Drogerien, die auch im Lockdown offen waren. Der Senat versteht die am vergangenen Samstag beschlossene Regelung trotz steigender Corona-Zahlen als Alternative zur neuerlichen Schließung von Läden.
„Vielleicht ist das jetzt eine Chance“, sagte Busch-Petersen. Der Senat habe sich große Mühe gegeben und so eine Rückkehr zum „Click & Collect“ vermieden, also dem Abholen der Ware an der Ladentür nach Bestellung online oder am Telefon.

Berlin will Test-Angebot ausbauen

Kalayci verwies auf die seit einigen Wochen bestehende Möglichkeit für Bürger, sich zumindest einmal die Woche kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Mittlerweile gebe es 210 Teststationen, in denen 560 000 Schnelltests pro Woche möglich seien. „Wir wollen das Angebot nach oben skalieren“, sagte die Senatorin, also ausbauen. Die Teststellen, die etwa von Dienstleistern oder Apotheken betrieben werden, seien darum gebeten worden zu schauen, ob sie nicht mehr machen könnten. Mit den Bezirken sei der Senat im Gespräch, um Lücken im Netz der Teststationen zu schließen.
Die Teststrategie sei wichtig, um mögliche positive Corona-Fälle früh zu entdecken und zu unterbrechen, betonte Kalayci. Ein negatives Testergebnis sei aber „kein Freifahrtschein für alles“. Maske, Abstand und Hygienemaßnahmen seien weiter wichtig.
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