Die Berlinerinnen und Berliner müssen wegen der Corona-Pandemie weiter erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens hinnehmen. Der Lockdown zur Eindämmung wird bis zum 31. Januar verlängert. Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sondersitzung am Mittwoch. Die Infektionsschutzverordnung des Landes wird entsprechend aktualisiert und angepasst und soll voraussichtlich ab Sonntag gelten.

Neue Obergrenze für Zusammenkünfte

Dann greift auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen mit einer neuen Obergrenze für private Zusammenkünfte, wie die dpa weiter erfuhr. Diese sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.
Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit. Mit der neuen Regelung folgt der Berliner Senat dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Die Regel zu den Kindern alleinerziehender Menschen stellt eine berlinspezifische Ergänzung dar.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln verständigt. Viele Geschäfte, die Schulen und Kitas bleiben weiter geschlossen. Details zu den Regelungen in Berlin wollte der Senat bei einer Pressekonferenz nach der Sondersitzung am Nachmittag mitteilen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: Corona-Infektionen weiterhin zu hoch

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bezeichnete den Bund-Länder-Beschluss als „unausweichlich“. Die Zahl der Corona-Infektionen sei weiterhin zu hoch. Das Personal in Krankenhäusern und Intensivstationen arbeite an der Grenze der Belastbarkeit. Insofern sei klar, dass noch einiges zu tun sei, um die Pandemie einzudämmen.
Der harte Lockdown mit geschlossenen Geschäften, Schulen und Kitas gilt bundesweit bereits seit dem 16. Dezember. Unter anderem Restaurants, Theater, Konzerthäuser und andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten bereits mehrere Wochen vorher schließen. Ziel ist es, auf diese Weise Kontakte zwischen Menschen und damit Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden.
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