Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht die geplante „Querdenker“-Demonstration an Silvester wegen der Corona-Infektionsgefahren mit „großer Besorgnis“. Wenn es Möglichkeiten gebe, die Demonstration mit Auflagen oder Verboten einzuschränken, werde die Polizei das tun, sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Eine Entscheidung über ein Verbot gebe es aber noch nicht. Man beobachte jedoch genau, wie die Gerichte in anderen Städten wie Bremen und Dresden Verbote durch die Behörden beurteilten. In Bremen war ein Verbot von mehreren Gerichten bestätigt worden.

Mehr als 20 000 Menschen zur Demo angemeldet

Bei früheren Demonstrationen der „Querdenker“-Initiative gegen die Corona-Einschränkungen hatte die Mehrzahl der Teilnehmer keine Masken getragen und keinen Abstand eingehalten. Angemeldet in Berlin sind für den Nachmittag des 31. Dezembers 22 500 Menschen.
Geisel sagte, es werde erneut in Schöneberg und am Alexanderplatz jeweils einen Bereich geben, in denen Feuerwerk und Böllerei verboten sei. Weitere Verbotszonen seien nicht geplant. Insgesamt sei die Herausforderung für die Polizei und die Feuerwehr in dieser Nacht sehr groß: wegen der üblichen Böllerei und zusätzlich in diesem Jahr wegen der Corona-Einschränkungen.
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