In Berliner Krankenhäusern nimmt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus nach Darstellung von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zu. Das Humboldt-Klinikum sei leider kein Einzelfall, sagte sie am Dienstag in Berlin. „Wir haben in den letzten Wochen auch eine Steigerung beobachtet in Berlin, was Infektionen in Krankenhäusern angeht“.
Erst kürzlich habe es im Unfallklinikum Berlin einen größeren Ausbruch gegeben. Seit Anfang der Pandemie mussten in Krankenhäusern wegen Ausbrüchen immer wieder Bereiche geschlossen werden. Über den Umgang mit dem Ausbruch im Humboldt-Klinikum habe sie nur Positives gehört, berichtete Kalayci. Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum sind bisher 24 Fälle der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Infektionsniveau weiterhin zu hoch

Doch Infektionsniveau insgesamt sei nach wie vor viel zu hoch, sagte Dilek Kalayci. „Auch die Tatsache, dass Virusmutanten auch in Berlin entdeckt worden sind, zeigt, dass die Lage sehr ernst ist.“ Über die Mutation und womöglich höhere Ansteckungsgefahren wisse man noch zu wenig. Es sei also „keine Entwarnung da“, so Kalayci.

Ziel: Ein Inzidenz-Wert von 30

Als Ziel gab die Senatorin eine Inzidenz von 30 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen einer Woche aus. Bei diesem Niveau könnten Infektionsketten von den Gesundheitsämtern wieder erkannt und durchbrochen werden. Noch sei Berlin davon aber weit entfernt. Am Montag lag der Inzidenzwert bei 108,4. Deshalb sei es richtig, die Regeln zur Eindämmung der Pandemie wie die Kontaktreduktion auf ein Minimum weiter einzuhalten.
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