53 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Corona-Infektionen, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag hervorgeht.
Seit dem Frühjahr wurden damit 899 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in der Hauptstadt liegt laut Bericht mit 1129 etwas niedriger als am Dienstag der Vorwoche (1348).
Die Corona-Ampel steht unverändert bei zwei Indikatoren auf Rot. Mit 200,6 liegt die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen noch immer deutlich über dem Warnwert von 30. Die Belegung von Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg auf 28 Prozent. Nur bei der Reproduktionszahl steht die Ampel weiter auf Grün: Sie liegt bei 0,94. Um die Pandemie zu bremsen, bräuchte man noch deutlich niedrigere Werte.
Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 80.935 Infektionen mit Sars-CoV-2 in Berlin erfasst worden, davon gelten 60.920 als genesen.
Die mittlerweile auch in Deutschland gestiegene Zahl an Gestorbenen erklärte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Dienstag in Berlin mit dem Alter der Infizierten. Derzeit seien die Fallzahlen bundesweit bei den alten und hochaltrigen Menschen am höchsten. In Berlin etwa gab in den vergangenen sieben Tagen in der Gruppe der Über-90-Jährigen rund 834 Fälle pro 100.000 Einwohner, bei den 80- bis 89-Jährigen knapp 300. In mehreren Alten-und Pflegeheimen ist es zu größeren Ausbrüchen gekommen.
Zum Schutz auch dieser Gruppen gilt es Wieler zufolge, die Infektionszahlen generell zu senken: „Wenn wir insgesamt in Deutschland die Zahlen runter bekommen, dann werden Infektionen nicht so schnell weitergegeben. Das ist der ganz entscheidende Punkt.“ Von Mittwoch an gelten bundesweit verschärfte Corona-Maßnahmen. Diese können sich aber erst mit zeitlichem Verzug in den gemeldeten Zahlen niederschlagen.
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