Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit. Der betroffene Mensch und zwei weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein. Die Ärzte und das Gesundheitsamt gehen nun dem Verdacht nach, dass es vor der Isolierung des Patienten zwei mögliche weitere Kontaktpersonen gegeben haben könnte.

Deutschlandweit erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen

Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien eingereist war. In weiteren Bundesländern, etwa in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen, wurden inzwischen entsprechende einzelne Fälle festgestellt. Das Robert Koch-Institut erwartet aber, dass weitere Fälle hinzukommen.
Die Mutation ist nach derzeitigem Stand wahrscheinlich ansteckender als frühere Formen. Experten befürchten daher, dass die Ausbreitung die Pandemiebekämpfung erschweren könnte.

Einreise aus Großbritannien gestoppt

Wegen der neuen Virusvariante war im Dezember die Einreise aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen gestoppt worden. Bei Viren gibt es stetig zufällige Veränderungen im Erbgut, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurden die neue Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Großbritannien sowie eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen.
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