In keinem deutschen Bundesland ist die Zahl der Erwerbstätigen 2020 so stabil geblieben wie in Berlin. Während es in der Corona-Krise in Brandenburg und auch bundesweit einen Rückgang von durchschnittlich 1,1 Prozent gab, verzeichnete Berlin nur ein Minus von 0,2 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Im vergangenen Jahr waren demnach 3500 Berliner Frauen und Männer weniger erwerbstätig als 2019.

Zuwachs bei öffentlichen Arbeitgebern und im Gesundheitswesen

Einen stärkeren Rückgang verhinderte vor allem die Kurzarbeit in Verbindung mit der Berliner Wirtschaftsstruktur: Gut 1,8 Millionen von insgesamt 2,06 Millionen Berliner Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor, wo kaum Stellen verloren gingen; bei öffentlichen Arbeitgebern und im Gesundheitswesen gab es sogar einen Zuwachs. Anders im Verarbeitenden Gewerbe: Dort gab es einen Rückgang von 2,6 Prozent.
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