Etwa 120 von ihnen schlüpften dafür als Darsteller in die Rollen alter Menschen, die zum Beispiel schlecht sehen, hören oder laufen können. Die anderen kümmerten sich um Anmeldung, Begleitung und Dokumentation. Die Generalprobe solle zeigen, ob es möglich ist, impfwillige Menschen innerhalb von 70 Minuten unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln zu betreuen, sagte Detelf Cwojdzinski als Projektsteuerer für das Deutsche Rote Kreuz am Mittwoch. Sonst werde nachjustiert.

Impfstart am Sonntag nach Praxistest

Nach den aktuellen Planungen sollen nach dem Praxistest in der Arena bereits am Sonntag die ersten Menschen dort geimpft werden. Geplant sei das Angebot für Personal aus Pflegeheimen.
Zuständig für die Abläufe in den künftig sechs Berliner Impfzentren sind die fünf Berliner Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe, Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die Impfzentren sind innerhalb weniger Wochen aufgebaut worden und wurden am Mittwoch an die Hilfsorganisationen übergeben. Sie sollen mehrere Monate in Betrieb bleiben.

5000 Impfungen am Tag in der Arena

In der Arena sollen bei ausreichenden Impfstoffmengen später bis zu 5000 Menschen pro Tag geimpft werden können. Die Aufklärung und Impfung selbst wird in allen Zentren von der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert. Ab Januar sind dort zunächst Impfungen von Menschen über 80 Jahren geplant.
Am Sonntag sollen mit mobilen Teams die Immunisierungen in den Pflegeheimen beginnen. Dafür sind nach bisheriger Planung bis zum 30. Dezember täglich 90 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz. Ab dem 4. Januar sollen täglich 180 Ärztinnen und Ärzte für die Impfzentren sowie 29 Ärzte für die mobilen Teams bereit stehen.
Die EU-Kommission hatte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer am Montag die bedingte Marktzulassung erteilt. Zuvor hatte das am gleichen Tag die Europäische Arzneimittelagentur EMA empfohlen. Es ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus, der in der EU genutzt werden darf.
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