Hunderte Menschen haben in Berlin bei einem „Schweigemarsch“ gegen die Corona-Regeln demonstriert. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag von rund 610 Teilnehmern. Etwa 80 Polizisten waren vor Ort im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Die Demonstration sollte vom Walther-Schreiber-Platz an der Grenze zwischen Friedenau und Steglitz zum Potsdamer Platz in Mitte führen. Angemeldet waren ursprünglich etwa 1000 Teilnehmer.
Die Demonstration stieß auf Gegenprotest bei Anwohnern und Aktivisten. Kurzzeitig hätten sich 15 Menschen vor den Demonstrationszug gesetzt, seien nach Ansprache der Polizei aber wieder weggegangen, sagte der Polizeisprecher. Zudem hätten kleine Gruppen von maximal je 50 Menschen versucht, den Aufzug zu stören. Die Polizei habe aber bislang keine Gewalt anwenden müssen.

Anwohner protestierten gegen die Demonstrierenden

Anwohner traten den Angaben zufolge auf die Balkone und protestierten mit Trillerpfeifen gegen den Aufzug. Einige Gegendemonstranten standen demnach am Straßenrand und riefen „Nazis raus“, andere schlugen mit Kochlöffeln auf Töpfe. Für den Nachmittag seien zwei kleinere Gegenkundgebungen in der Nähe der Demonstrationsroute mit jeweils rund 50 angemeldeten Teilnehmern geplant, hieß es von der Polizei.
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