Die Ende Dezember gestartete Corona-Impfkampagne in den Berliner Pflegeheimen kann voraussichtlich in der kommenden Woche beendet werden. Das kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung an. Die Impfquote unter den Bewohnerinnen und Bewohnern dieser Heime liege deutlich über 80 Prozent, sagte sie. Das sei ein guter Wert. Bundesweit „ganz weit vorne“ sei Berlin bei den Zweitimpfungen: 35 Prozent der Heimbewohner hätten diese bereits bekommen. „Das heißt ein Impfschutz bei denen, (...) wo das Risiko am höchsten ist.“

Neue Impflieferung mit über 23.000 Dosen

Am Dienstag kam in Berlin eine neue Lieferung von Corona-Impfstoff an, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Nach früheren Angaben handelt es sich um 23.400 Dosen des Herstellers Pfizer/Biontech. In den nächsten Wochen sollen sich die gelieferten Mengen mehr verstetigen, hier ruckelt es aber nach wie vor in der gesamten EU.
Kalayci sagte, insgesamt komme Berlin beim Impfen ganz gut voran, soweit Impfstoff da sei. Die Lieferpläne seien aber noch immer mit Risiken behaftet, was sowohl die Menge als auch die Termine betreffe.
Bisher seien 92 499 Impfdosen in Berlin verabreicht worden, schilderte Kalayci den aktuellen Stand. Darunter seien 75 183 Erstimpfungen und 17 316 Zweitimpfungen. 48 120 Impfungen seien durch mobile Teams in den Pflegeheimen erfolgt, 32 312 hätten in Impfzentren und 12 067 in Krankenhäusern stattgefunden.

Impfung nächster Personengruppen von Impfkommission abhängig

Welche Personengruppen nach den Pflegeheimbewohnern, den Senioren ab 80 sowie bestimmtem Personal in Medizin und Pflege drankommen, hänge von den aktualisierten Empfehlungen der ständigen Impfkommission auf Bundesebene ab, so Kalayci. „Da warten wir noch darauf, da können wir nicht vorgreifen.“
Klar sei indes, dass die Impfteams nach Abschluss ihrer Arbeit in den Pflegeheimen im Einsatz bleiben, etwa in Wohngemeinschaften. Nach den Beschäftigten der stationären Pflege würden absehbar Beschäftigte der ambulanten Pflege in die Impfzentren eingeladen. Geplant sei neben der Fortführung der Impfungen für 27 000 Krankenhausbeschäftigte eine Impfung ambulant tätiger Ärzte mit hohem Risiko.
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