Anders als bundesweit hat die Corona-Inzidenz in Berlin den Wert von 200 noch nicht überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag steckten sich in den vergangenen sieben Tagen 194,5 von 100 000 Menschen in der Stadt mit dem Virus an. Das ist deutlich mehr als am Montag vor einer Woche, als ein Wert von 140,2 genannt wurde.
Bundesweit war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 201,1 gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Darüber liegen unter den zwölf Berliner Bezirken Reinickendorf, Spandau, Mitte und Neukölln.

Berliner zeigen sich impfwillig – und stehen an

Am Impfzentrum an der Messe Berlin haben am Montag viele Menschen auf eine Impfung gegen das Coronavirus gewartet. Vor den Eingängen bildeten sich lange Schlangen. Die Schlange der Berlinerinnen und Berliner mit Terminvereinbarung reichte dabei bis zur Masurenallee. „Ich hatte eine Herzoperation. Ich kann nicht so lange stehen“, sagte eine Wartende. In der Schlange waren viele ältere Menschen zu sehen. Vereinzelt standen Stühle für sie bereit.
Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist die Nachfrage nach Corona-Impfungen in den beiden noch offenen Berlinern Impfzentren Messe und Flughafen Tegel zuletzt wieder gestiegen. Seit gut einer Woche sei in den Impfzentren und bei den mobilen Impfteams ein deutlicher Anstieg zu sehen, sagte der Berliner DRK-Präsident Mario Czaja der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag). Gefragt seien vor allem Booster-Impfungen, die Auffrischung für Menschen, die schon vollständig geimpft waren.
Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Berlin nach den amtlichen Zahlen 231 264 Menschen mit Corona angesteckt. 3735 starben demnach im Zusammenhang mit einer Infektion.
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